Hautpflege – im Fokus Neurodermitis

Übergangszeit: Die ersten Krokusse zeigen ihre Blüten, doch immer noch sind die Morgenstunden und Nächte von kalten Temperaturen und trockener Heizungsluft bestimmt.
Diese Temperaturwechsel sind für unsere Haut eine extreme Herausforderung, insbesondere dann, wenn man Neurodermitis hat.
In den noch kalten Monaten erleben wir unsere Haut in der Regel als empfindsamer, zumeist an den Händen und im Gesicht, weil eben diese Hautareale den veränderten Witterungsbedingungen ungeschützt ausgesetzt sind. Während unsere Haut im Sommer mit einer stärkeren Hornschicht der UV-Strahlung entgegen tritt, geht eben diese im Winter in unseren Breitengraden zurück. Infolge bekommen wir Trockenheit und Reizbarkeit unserer Haut zu spüren, weshalb auch Allergene eben dieser zusetzen können. Die spürbare Kälte bedingt, dass der reguläre Talgfluss und der Hydrolipidfilm unserer Haut aus dem Lot geraten und einen Verlust an Feuchtigkeit bedingen.

Und kommt es dann zu schnellen Wetterveränderungen und schwankenden Temperaturen, muss unsere Haut auf Hochdruck arbeiten und sich den neuen Bedingungen anpassen.
Mit rückfettenden und rückfeuchtenden Anteilen in unseren Pflegeprodukten können wir unsere Haut in ihrer Balance zwischen den Jahreszeiten unterstützen.

Schaut man sich in Drogerien aktuell Regalware und in Apotheken, Reformhäusern und Parfümerien Beratungsware an, begegnen einem die vielfältigsten Containerbegriffe angesichts den unzähligen erhältlichen Produkten auf dem Markt der Möglichkeiten: Unsere Haut kann den Bezeichnungen zufolge normal, sensibel, sensitiv, gereizt, trocken, feuchtigkeitsarm, unrein, gerötet, problematisch, schuppig, entzündet, allergisch, reif oder anspruchsvoll etc. sein. Und genauer genommen, möchte man doch keines dieser Attribute auf die eigene Haut beziehen müssen, denn diese soll doch schön, gesund und vital sein. Helfen tun einem diese Begriffe deshalb eher wenig, wenn man selbst auf der Suche nach verträglichen Produkten ist, die die individuellen und aktuellen Hautbedürfnisse stillen.

Hautveränderungen geben Aufschluss über die nicht erfüllten Bedürfnisse unserer Haut und wertvolle Hinweise für die Auswahl adäquater Pflegeprodukte. Dabei geht es zunächst grundlegend um das Verhältnis von rückfeuchtenden und rückfettenden Substanzen, das jahreszeitbedingt schwankt.
Weil potentielle hautreizende Inhaltsstoffe zusätzlich belasten können, lohnt es sich zu überprüfen, welche Inhaltsstoffe in Produkten enthalten sind und welche (Neben-) Wirkungen eben diese haben können.
Bei auftretenden Rötungen, Irritationen, Juckreiz, zunehmender Trockenheit und Schuppung sollte ein Dermatologe zu Rate gezogen werden, um mögliche Hauterkrankungen und Allergien zu diagnostizieren und medizinische Behandlungswege miteinzubeziehen. Dennoch liegt die tägliche Basis-Pflege Hautgesunder wie Hauterkrankter in den eigenen Händen. Wir haben nur diese eine Haut, die es zu hegen und zu pflegen gilt! Und das nicht nur bei Vorliegen einer chronischen Hauterkrankung wie Neurodermitis.
Der Neurodermitis selbst liegt ein komplexes Entstehungsgefüge zugrunde, weil eine gestörte Hautbarriere, veränderte immunologische Prozesse und Abweichungen im Mikrobiom zusammenkommen, die teils genetisch bedingt sind.

Neurodermitis Betroffene stehen wie jede(r) andere mehr oder weniger Hautgesunde vor Kaufentscheidungen angesichts des Marktes der Möglichkeiten. Hautverantwortliche Menschen hinterfragen deshalb, ganz gleich, ob sie in Drogerie, Apotheke, Parfümerie, Kosmetikstudio oder Onlineshop danach suchen, wie sie mit täglicher Reinigung und Pflege ihre Haut sinnvoll unterstützen können, da diese vielfältigste Aufgaben für uns übernimmt.
Mit natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren in der Hautpflege beispielsweise unterstützen wir die Barriere-Funktion. Der pH-Wert spielt dabei eine wichtige Rolle für unseren Hautschutzmantel, gerade bei Neurodermitis sollte dieser leicht sauer sein. Ebenso unterstützen rückfettende Inhaltsfaktoren die Hautbarriere, Ceramide als Lipide beispielsweise. Duftstoffe sollten möglichst nicht enthalten sein, um zusätzlichen Reizungen aus dem Wege zu gehen. Und natürlich sollten Hautgesunde wie Hautherausgeforderte neue Produkte zunächst einmal am Handgelenk auf die individuelle Verträglichkeit prüfen.

Seit Beginn der Corona Pandemie werden zusätzliche Herausforderungen an unsere Haut gestellt, gerade auch im Zusammenspiel mit der vorherrschenden Jahreszeit. Nicht nur an einer chronischen Hauterkrankung leidende Menschen bekommen eine Verschlechterung ihres Hautbildes zu spüren, da Masken die Haut reizen, trockene Augen hervorrufen, die Lippen austrocken, zu Wärmestau und Okklusionseffekten führen und ebenso Streureaktionen an Hals und Gesicht mit sich bringen können. Auch Menschen, die zuvor keine Neurodermitis hatten, bekommen auf einmal gereizte und gerötete Haut zu spüren, vorzugsweise an den Händen und im Gesicht.

Und so ist es klug, je nach Jahreszeit, Witterung und Hautbild bzw. Hautbedürfnissen mindestens zwei verschiedene Pflegeprodukte im Gesicht zu verwenden, die unterschiedlich im Verhältnis rückfettender und rückfeuchtender Inhaltsstoffe aufgestellt sind.

Bei VENYA kommen hautschutzbarriere-freundliche Lipide mittels Lipid-Lamellen-Technologie (auch bekannt als DMS) zum Einsatz. Hier wird gezielt die Schutzfunktion unserer Haut gestärkt. Zusätzlich stärkt der auf das saure Haut Milieu eingestellte saure pH-Wert (4,9) das Mikrobiom, gerade bei Neurodermitis auch förderlich für die natürliche Bakterien-Balance*. Die VENYA Produkte sind zudem alle ohne Duftstoffe für eine bestmögliche Verträglichkeit.
(*Bei Neurodermitis liegt eine Dysbalance der Staphylokokken vor – S.aureus ist stärker auf der Haut angesiedelt als S.epidermidis)


von Dipl.-Psych. Sonja Dargatz


freie Redakteurin Hautsache Magazin, hautfreund, Rosazea journal, Vitiligo Information seit 2009

Vorstandsmitglied Deutscher Neurodermitis Bund e.V., Deutsche Rosazea Hilfe e.V.,
Deutscher Vitiligo Verein e.V., Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V.
www.neurodermitis-bund.de, www.rosazeahilfe.de, www.vitiligo-verein.de, www.unserehaut.de
 
Artikelreihe „In Harmonie mit meiner Haut – auf den Spuren der Psychodermatologie“ in hautfreund, Rosazea Journal und Vitiligo Information, www.hautsache.de
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